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Mit diesen Zeilen will ich keine große Abhandlung über das ganze Silberhandwerk und das Edelmetall schreiben, sondern allgemein verständlich über die Elbinger Silber- und Goldschmiede-Arbeiten. Die Silber- und Goldschmiede-Arbeiten werden unterteilt in Kirchen- und profanes Silber. Das sakrale Silber der Kirchen waren hauptsächlich Kreuze, Abendmahlskelche, Kerzenständer, Weihrauchgefäße, Teller, Taufbecken und Bucheinbände. Das profane Silber der wohlhabenden Bürger, Adligen, Magistrate, Bruderschaften und Gilden reichte vom kleinen Löffel bis zum Willkomm und großen Tafelaufsatz.  Die ältesten bekannten Silberarbeiten stammen von ca. 1623, erwähnt werden die Silber- und Goldschmiede bereits um 1357. Viel altes Silbergerät wurde durch Stadtbrände und einschmelzen zum aufbessern der Kriegskassen vernichtet, aber auch im letzten Krieg ist manches schöne Stück verloren gegangen. Über die Elbinger Gold- und Silberschmiede sind in dem Buch von Eugen von Szihak „Die Edelschmiedekunst früherer Zeiten in Preußen“ Band II, 1908 erschienen in Leipzig und im Buch von M. Rosenberg „Der Goldschmiede Markenzeichen“ Band II, erschienen 1923 in Frankfurt a. Main, sehr viele Informationen und Stempel (Punzen) enthalten.
Ab etwa 1621 sind die Silberarbeiten gestempelt. Es sind bis zu vier Stempelarten zu sehen, 1. „BZ“ der Stadtstempel (sechs verschiedene Arten), 2. „MZ“ der Meisterstempel, 3. „FZ“ der Stempel für den Silbergehalt (bis 1888 sind die Angaben in Lot, danach in Tausendstel), 4. „RZ“ Registrierungszeichen, 1908 hat Kaiser Friedrich Wilhelm, König von Preußen angeordnet, das alles alte Silber registriert und mit dem Steuerstempel versehen wird, diese Anordnung wurde von vielen Privatleuten umgangen.
Elbinger Silber kann man in den Museen in Elbing, Lüneburg und Münster-Wolbeck sehen. Über das Silber und Zinn im Elbinger Museum gibt es ein kleines Buch "Zlotnictwo i Konwisarstwo Elblaskie od XVII od XIX wieku" in dem alle Musemsstücke aus Silber und Zinn abgebildet sind. Besonders interessant sind die dazu gehörigen, abgebildeten Punzen mit Beschreibung und eine Auflistung der Meister.
Im Museum von Münster-Wolbeck fand 1996 fand eine Silber-Ausstellung statt und darüber gibt es auch ein Heft "Westpreußische Gold- und Silberschmiedearbeiten aus vier Jahrhunderten". In diesem 52-seitigen Heft sind neben sehr viel Informationen über die Gold- und Silberschmiede in unserer Heimat auch einige Elbinger Silberarbeiten abgebildet. Im Gegensatz zu Königsberg und Danzig gibt es wenig Elbinger Silber.


Alte Elbinger Silberarbeiten, oben ein Seglerpokal, gestiftet von H. Schroeder

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Peter Henlein erfand 1510 die so genannte Sackuhr, die erste Uhr die man im Sack oder der Hosentasche tragen konnte. Ca. 130 Jahre später baute in Elbing der Uhrmacher Jacob Echstedt die unten beschriebene Uhr, die man an einer Kette um den Hals tragen konnte. Uhren aus der Zeit um 1600 haben oft auf dem Ziffernblatt eine stilisierte Gravur einer Stadt oder Häuseransammlung. Interessanterweise entspricht in diesem Fall die Gravur jedoch genau der Altstadt von Elbing, wie man auf dem Kupferstich von Merian von 1626 sehen kann.

Hochfeine, extrem seltene Doppelgehäuse-Halsuhr

Jacob Echstedt, Elbing, 38 mm, 46 gr., circa 1640

Geh.: Übergehäuse - versilbert, skelettiert, filigrane Arabeske, Innengehäuse - Silber, vergoldet, glatt. Ziffbl.: versilbert, radiale röm. Zahlen, zentrale gravierte Stadtansicht, Messingzeiger. Werk: Vollplatinenwerk, feuervergoldet, signiert, Kette/Schnecke, Spindelhemmung, durchbrochen gearbeitete Pfeiler, aufgesetzter Wurmtrieb, silberne Regulierscheibe, dreiarmige Messingunruh, gravierter floral durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben.

Provenienz "Sammlung Graf Adelm".

Mit freundlicher Genehmigung von:

 Auktionen Dr. H. Crott - Inhaber Stefan Muser

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