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In jedem Sommer fuhr unsere Mutter mit uns Kinder zum baden nach Cadinen ans Frische Haff. Die Fahrt mit der Haff-Ufer-Bahn war ein Genuss. Von der Bahn aus waren wir gleich am Wasser. Im Gegensatz zur Ostsee ist im Haff Süßwasser, aber am Uferstreifen fast ebenso schöner Sand zum spielen wie in Kahlberg. Es fanden sich auch fast immer sofort ein paar Gleichgesinnte, mit denen man ganze Burg- oder Hafenanlagen wie auf dem Foto bauen konnte. Ich lasse, rechts in der Hocke, gerade mein neues Schiff fahren.

Dieses sehr schöne bunt angemalte Schiff hatte mir mein Vater aus Königsberg geschickt, er war dort in der Ka-serne. Zum Mittagessen gab es selbst gemachten Kar-toffelsalat und hart gekochte Eier.  Am Nachmittag ging es zurück am Bahnhof vorbei ins Gasthaus Gottschalk zum Kaffee trinken. Für uns Kinder gab es dann eine Schmand-Waffel (Schlagsahne). Die Erwachsenen bewunderten den schönen Cadiner Kachelofen im Saal, der heute im Elbinger Museum steht und auch die Auslagen der Cadiner Majolika Fabrik. Uns Kinder imponierte Majolika überhaupt nicht, wir brannten schon darauf zur tausend-jährigen Eiche zu laufen und zu versuchen gemeinsam um diesen Baum einen Ring zu bilden oder durch eine Türe das Innere des hohlen Baumes zu betreten. Auch heute nach gut 55 Jahren ist diese alte Eiche mit ca. 10 m Umfang und einer Höhe von gut 25 Meter noch immer die tausend-jährige Eiche.

Diesen Teller,18 x 29 cm, aus der Gaststätte Gottschalk in Cadinen konnte ich im Urlaub 2003 in Cadinen erwerben.


Am Rückweg ging es dann am Schloss vorbei und wir bekamen dann von unserer Mutter noch ein bisschen Geschichts-Unterricht, was uns zu dieser Zeit absolut nicht interessierte.
Der Name Cadinen stammt angeblich von einer Enkel-tochter des altpreußischen Fürsten Waidewut, die Cadina hieß, und hier auf der gleichnamigen Burg mit ihrem Mann gelebt haben soll. Cadina stammte von einem der 13 Söhne des Fürsten Waidewut. 1255 wird Cadinen erstmals in einer Urkunde des Deutschen Ordens erwähnt. Der Deutsche Orden besaß hier einen Hof, in dem der Komtur von Elbing zu Gericht saß. Der Landmeister Dietrich von Grüningen schenkte dem Heilig-Geist-Hospital in Elbing 40 Hufen in dieser Landschaft. 1425 gehörte Cadinen dem Herren Machewitz. Am 17. November 1432 wurde Johann von Baysen vom Hochmeister Paul von Russdorf für besondere Verdienste Cadinen und Rehberg verliehen, in dessen Familie der Besitz bis 1534 verblieb. 1537 versuchte  Caspar Dambitz erfolglos einen Anspruch auf Cadinen und Rehberg durchzusetzen. 1682 war Graf von Schlieben der Besitzer, er gründete das Franziskanerkloster in Cadinen, das vom Staat 1826 aufgelöst wurde. Weitere Besitzer von Cadinen waren: 1787 General Wilhelm Friederich Karl Graf von Schwerin, 1799 der Frauenburger Domherr Ignatz von Matthy, 1799 Bankier Ignatz Anton von Matthy aus Danzig, 1817 Daniel Biekner, John, Erich und Arthur Birkner. Um 1790 wurde das Gutshaus groß ausgebaut. Das Bauerndorf wurde 1804 vom Gutsherrn aufgekauft und abgebrochen. 1817 entstand eine große Parkanlage mit einer Orangerie, die für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Im Dezember 1888 wurde Cadinen vom preußischen König und Deutschen Kaiser Wilhelm II. gekauft. 1899 entstand eine moderne Dampfziegelei.

Stempel der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin.

Cadiner Probe (1903/1904)Cadiner Probe (1903/1904)Erste Erzeugnisse, hauptsächlich Terrakotta (1903/1904)Für Terrakotta (1904/1907)
Für Kachelöfen und Ziegel (1918/1926)Für Gefäße und Plastiken nach 1910 bis 1944Stempel der Gips-Formerei an Cadiner Plastik, nach 1930

Halbe Gipsform vor 1930, von der Vase 321/III, 155x155x90 mm
Mit diesen so genannten Seeger-Zähnen wurde früher die Brenntemperatur im Ofen überwacht. In einen Klumpen Ton wurden drei Seeger-Zähne (6 cm) unterschiedlicher Härte  eingesteckt und mit den Gefäßen oder Plastiken in den Ofen gestellt. Durch das Schaufenster konnte man beobachten wenn die Zähne beim erreichen einer gewissen Temperatur abbrachen und der Brennvorgang zu Ende war.

 Diese schöne Kaiserkircheließ Kaiser Wilhelm II. 1913 bis 1916 erbauen. Die Kirche wurde der Gegend entsprechend im Stil der Ordensgotik erbaut. Die Pläne und Entwürfe für diese Kirche stammen von Geh. Baurat Kickton (Potsdam). Die Kirche wurde 1945 zerstört.