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Eine unserer Lieblings-Touren außerhalb Elbings geht zum "Frischen Haff" vom Fischer Vorberg (Elbinger Campingplatz) am Elbingufer entlang über den "Alten Markt" vorbei an dem früheren "Stobbes Eck" über die Ziesestraße  und der Appelchaussee nach Reimannsfelde. Hier geht die Straße etwas bergab über ein holpriges Steinpflaster, wie in früheren Tagen. Mein Vater war im Segelclub Reimannsfelde Mitglied und fuhr nach Feierabend mit dem Fahrrad von der Pangritz-Kolonie über die Schloßstraße nach Reimannsfelde. Ich durfte auf der Stange mitfahren, aber diese holprige Kopfstein-Pflasterstraße hat sich nicht nur in meinem Hintern eingeprägt. Wenn ich heute diese alte Kopfstein-Pflasterstraße  mit dem Auto befahre, so spüre ich noch immer die alten Eindrücke. Unten eine alte Karte aus dieser Gegend aus dem 14ten Jahrhundert.


Im Gegensatz dazu eine Uferansicht aus einer Original-Seekarte vom südlichen Haff von 1900.


Diese Landschaft von See aus malte Ernst Kossol, ein bekannter Elbinger Maler mit dem ersten in Elbing gebauten Seitenraddampfer " James Watt"



Auf der oberen Karte, ein Ausschnitt von einer meiner Ansichtskarten, kann man den Weg nach Reimannsfelde nachvollziehen. Reimannsfelde wird erstmalig 1347 erwähnt. Reimannsfelde würde also in diesem Jahr seine 660 Jahrfeier haben.  1347 legte der Komtur Alexander den Müllern der Mühle Reimansfelde an der Dörbecker Grenze die Bannmeile fest.Für die spätere Entwicklung war von Bedeutung, daß am 22. Februar 1347 der Komtur Alexander von Kornre die Reimannsfelder Mühle dicht bei Dörbeck den Brüdern Gerko, Johannes und Konrad gab. Im Frühsommer 1457 wurde in einer Urkunde von Georg Räuber das Gebiet von Reimannshof (Reimannsfelde)  der Elbinger Altstadt zugeteilt. 

Mit meinem Freud Hans Preuß besuchten Ilse und ich 2002 Reimannsfelde und entdeckten einen netten Campingplatz direkt am Haff neben den Ruinen der alten Ziegelei.

Das Gelände wird heute nicht mehr als Campingplatz genutzt, aber die Häuser kann man noch mieten. Die Ruine der Ziegelei hat eine Liebhaberin gefunden, die mit sehr viel Mühe dieses Gelände zu einem richtigen Ziegelei-Museum ausgebaut hat. Ein sehenswerter und wahrer Industrie-Naturpark im Elbinger Umkreis, aber lassen Sie sich von den Fotos selbst überzeugen.

In meiner vorherigen Homepage, auf der ich über 100 000 Besucher hatte und über 350 Eintragungen im Gästebuch, war auch eine Einladung der heutigen Besitzerin dieser Ziegelei. Ich habe diese Ziegelei 2006 mit meiner Frau besucht, aber leider war die Besitzerin nicht anwesend. Ein sehr freundlicher polnischer Mann erlaubte uns alles zu besichtigen und zu fotografieren. Diese Anlage war mit Sicherheit eine unserer erfreulichsten und angenehmsten Wahrnehmungen über die Erhaltung alter Baugeschichte in Westpreußen durch unsere polnischen Nachkommen. Vielen Dank für diese Dukomentation der Ziegeleien im Elbinger Gebiet.


Eine weitere Tour führte uns Stadtauswärts am Bahnhof vorbei in Richtung Drausensee, dann an den Rollbergen vorbei nach Reichenbach und nach Waplitz. In München hatte  ich von Herrn Krause eine Einladung zur Wiedereinweihung des Kriegerdenkmals in Baumgarth erhalten. Nicht zu verwechseln mit unserem Baumgart ohne "H" auf der Elbinger Höhe. Aber dringende Termine im Museum und einer Buch-Publikation im "Pod Gutem" ließen den Besuch hinter dem Drausensee nicht zu.

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Also fuhren wir einige Tage später zu einer großen Tour rund um den Drausensee. Unsere erste Station war Hirschfeld,


und von hier ging es quer durch das Land nach Reichenbach, in diesem Ort wurde mein Elbinger Freund, der Historiker Lech Slodownik geboren. Seine Mutter und Geschwister leben noch heute hier. 



Und weiter führt uns unsere Fahrt  über Christburg nach Ramplen und dann links ab nach Gr. Waplitz. Die früheren Besitzer vom Gut Waplitz hatten um die Jahrhundertwende die alte Einrichtung, Möbel, Treppen Türen und Wandvertäfelungen, Eiche dunkel gebeizt, beim Abriss des ersten Rathauses am Friedrich-Wilhelm-Platz ersteigert und in Ihrem Gutshaus einbauen lassen. Wir wollten diese einmalig schönen Zeugnisse Elbinger Tischlerkunst bewundern. Trotz Anschlag mit Öffnungs- beziehungsweise Besichtigungszeiten blieb uns der Eintritt verwehrt. Weit und breit keine Menschenseele zu entdecken. Wir hätten das ganze Gut abreißen können und niemand hätte etwas davon gemerkt. So konnten wir nur das dem Verfall preisgegebene Gut von außen besichtigen und meine Cokerspanielhündin Maxi hatte den ganzen Gutspark zum rumtoben.

An vielen Stellen, wie hier über den roten Säulen, fehlt der Verputz großflächig. Am rechten Bild sieht man rechts oben das Wasserfallrohr von der Dachrinne, ist abgerissen, Das Regenwasser läuft ungehindert an der Fasade runter und beschleunigt den Verfall. Wir fuhren auf der gleichen Strecke wieder zurück bis Neukrug, kurz vor Christburg und dann nach links weg in Richtung Baumgarth. Baumgarth ist ein richtig schönes, sauberes Dorf mit einer alten Kirche auf der eine ganze Storchenfamilie zu Hause war. Nicht weit davon entfernt fanden wir das neu eingeweihte Kriegerdenkmal.

Von hier aus fuhren wir durch den Bärenwinkel über den Markushof (Mennoniten-Gegend) und Streckfuß nach Elbing zurück. Mehr Informationen zur Einweihung in Baumgarth, auf der Extra-Seite "Baumgarth 2006".