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Im Frühsommer 1237 trafen aus Lübeck mit Schiffen über die Ostsee kommend Handwerker und Kaufleute auf dem heutigen Gebiet der Stadt Elbing mit den Rittern des Deutschen Ordens zusammen. Die Ritter waren mit zwei Schiffen, der Pilgrim und der Friedland, von Kulm aus über die Weichsel und die Nogat in den Elbingfluß gesegelt. Während die Ritter ein befestigtes Blockhaus auf der heutigen Speicherinsel erbauten, wurde den Kaufleuten, Handwerkern, Geistlichen und Ärzten auf der anderen Seite ein Platz für eine Siedlung für etwa 400 Baustellen zugewiesen. Eine Baustelle war 2 kulmische Hausbreiten (8,60 m) breit, das entsprach in etwa der Länge eines freitragenden Balkens. Das Straßennetz wurde rechtwinkelig und gleich als Stadtform angelegt. In der Mitte der Stadt wurde eine Kirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, gebaut. Im Süden der Stadt wurde das Ordensschloß mit einem Heilig-Geist-Hospital gebaut. Das Elbinger Ordensschloß war bis zum Bau der Marienburg 70 Jahre lang Hauptsitz und Residenz der Landmeister des Deutschen Ordens. Im Norden der Stadt bauten die Dominikaner, der jüngste Mönchsorden der Christlichen Kirche, ein Kloster und die Marienkirche. Mitten durch diese Siedlung und auch schon angehende Stadt verlief von Süden nach Norden eine breite Straße, heute der Alte Markt. Diese breite Straße verlief auf dem alten Bernsteinweg Thorn – Samland. Von dieser breiten Straße, dem "Alten Markt", gingen rechtwinkelig in gleichen Abständen je sechs Straßen nach Westen und Osten ab. In den einzelnen Straßen wurden Berufsgruppen angesiedelt die dieser Straße  ihren Namen gaben. So haben wir zum Beispiel die Wollweber-, Kürschner-, Schmiede-, Fischer- und Fleischer-Straße. Nach alten Unterlagen hatten sehr viele Häuser das Braurecht. In Elbing hat nicht nur jeder sein eigenes Süppchen gekocht, sondern auch sein eigenes Bier gebraut.
Achtung: Original-Siegelabbildungen sind immer in Spiegelschrift, erst der Abdruck in Schellack oder Wachs ist normal lesbar!!!

Am 10. April 1246 hat der Hochmeister Heinrich von Hohenlohe die Besitzungen, Rechte und Pflichten der jungen Stadt urkundlich festgelegt. Aus dem Jahr 1242 ist das älteste Elbinger Stadtsiegel bekannt. Es hängt hinter dem Siegel des päpstlichen Legaten Wilhelm von Modena und dem des preußischen Landmeisters an der Urkunde vom 15. Februar, durch die der päpstliche Legat unter Beteiligung der Mitsiegelnden beurkundet, daß die Bürger von Elbing ein Grundstück für das Heilig-Geist-Hospital gestiftet haben. Das erste Siegel hat einen Durchmesser von 84 mm und liegt zurzeit im Museum in Danzig. Gleichzeitig mit der Gründung der Stadt wurde der Handel aufgenommen und es entstand ein Bedarf an Münzen. Der Deutsche Orden prägte die ersten Münzen in Elbing um 1237, es waren Schillinge. Der erste bekannte Elbinger Münzmeister von 1333 war Meister Giseler (Gyselerie). 1445 sagten sich die preußischen Städte vom deutschen Orden los und wählten den polnischen König Kasimir IV als Schutzpatron. Damit endete für Elbing die Periode der Ordensmünzen. Die Stadt hat mit Unterbrechungen unter den verschiedenen Herrschern eigene Münzen mit ihrem Stadtwappen anstelle der sonst üblichen Abbildung Landesherren geprägt. Dadurch sollte ausgedrückt werden, der Landesherr ist nur Elbinger Schutzpatron aber nicht der Eigentümer der Stadt. Durch die Übernahme der Stadt in den preußische Staat endete 1763 die Münzprägung. In der ganzen Zeit wurden 603 verschiedene Elbinger Münzen geprägt.

Die zwischenzeitlich befestigte einhundert Jahre alte Stadt war überfüllt. Viele Handwerker und Schankwirte siedelten vor dem Schmiedetor am Marienburger Damm im ungeschützten Gebiet. Der Elbinger Komtur Siegfried von Sitten faßte den Entschluss der alten Stadt Elbing eine Neustadt mit eigenem Rat und lübischem Recht zur Seite zu setzen (auf dem oberen Plan von 1642 ganz rechts). Dieser Neustadt erteilte am 25. Februar 1347 der Hochmeister Heinrich Dusemer das Privilegium. Die Neustadt führt ihr eigenes Siegel: einen geteilten Dreiecksschild, links ein weißes Tatzenkreuz, das Zeichen der Ordensherrschaft im rechten Feld, und rechts drei rote Rosen übereinander in weißem Feld. Die Rose ist aus dem Wappen des Hochmeisters Dietrich von Altenburg, in dessen Regierungszeit (1335 – 1341) die Gründung der Neustadt fällt. Die Neustadt hatte keine eigenen Münzen. Im März 1478 endete die Selbstständigkeit der Neustadt, es gab noch eine Neustädtische Behörde, aber sie vertrat keine selbstständige Stadt. Es gab noch ein Amtssiegel das aber kein Stadtsiegel mehr war.

Die älteste Elbinger Medaille von 1680 stammt von dem Bürgermeister Lehwald. Dieser Mann, ein gut gekleideter Schneider aus Marienburg, kam nach Elbing, gab sich als einer aus dem Adelsgeschlecht Lehwald aus und wurde Elbinger Bürgermeister. Diese Medaille hat er für die "Besten oder Eleven" des Elbinger Gymnasiums ausgegeben. Es kam mit der Familie Lehwald zum Rechtsstreit wegen der unberechtigten Wappen- und Namensführung. Lehwald versprach dem Adelsgeschlecht, diese als seine Erben einzusetzen und der Streit war beendet. Dieses Versprechen wurde nicht eingehalten und die Lehwalds kamen nach Elbing und verwüsteten das Grabmal Lehwalds in der Marienkirche.


Einzug der Schweden in Elbing 1626 durch das Markt-Tor, vorne das Drei Erker Tor

Am 15. Juli 1626 marschierte Gustav Adolf von Schweden in Elbing ein, es wurden schwedische Münzen in Elbing geprägt. Am 12.September 1635 wurde in Stumsdorf ein Waffenstillstand zwischen Polen und Schweden geschlossen. Elbing kam wieder zu Polen und es wurde der Stumsdorfer Friedenstaler geprägt. 1660 besetzte Karl Gustav von Schweden  für vier Jahre Elbing. 1703 besetzte Karl der 12.von Schweden Elbing und am 8. Februar 1710 Zar Peter von Rußland . Dazwischen wurde Elbing immer wieder von der Pest heimgesucht. Elbing hatte keinen leichten Stand und doch schafften es die Elbinger Bürger immer wieder ihre Stadt zu erneuern und am Leben zu erhalten bis 1945.

Russische Medaille mit dem Elbinger Stadtplan, unten die Medaille zu 600 Jahre Stadt Elbing 1837.


Aus dem Elbinger Wiesenbuch