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28. Maibaumer Treffen am 10. Juni 2007 in Wennigsen
Erwin Vollerthun


Die Dorf- Chronik

Das Dorf ist zwischen 1305 und 1312 begründet worden, doch seine Handfeste ist verloren gegangen. Der Elbinger Komtur Heinrich von Gera hatte sie dem Lokator Johann Klemme ausgestellt.                               
Am 27. Januar 1331 erneuerte in Preußisch Holland der Elbinger Komtur Hermann von Öttingen dem damaligen Schulzen Peter Klemme die Handfeste. Danach hatte Maibaum 60 Hufen. Zum Schulzenamt gehörten sechs Freihufen. Für jede der übrigen 54 Zinshufen waren jährlich je eine halbe Mark, vier Hühner und das Pfluggetreide zu entrichten.                         
Am 11. Februar 1398 findet im Richthofe zu Cadinen ein Vergleich wegen des Schulzenamtes im Dorf Maibaum statt. Vor dem Komtur Konrad Grafen von Kyburg erscheinen der Schulz Jakob und der Bauer Hintze Arnold aus Maibaum. Jeder von ihnen besitzt drei freie Schulzenhufen; daher halten sie das Gericht abwechselnd ab. Da das zu Missständen geführt hat, ordnet der Komtur die Sache anders: Jakob allein soll hinfort das Schulzenamt in Maibaum innehaben und das Gericht abhalten, Hintze Arnold aber seine drei Hufen weiterhin mit völliger Freiheit besitzen. Den Kriegsdienst mit Hengst und Harnisch hat der Schultz Jakob zu leisten, für jede Woche solchen Dienstes aber soll Hintze Arnold ihm einen Vierding (eine viertel Mark) zahlen. Etwaigen Schaden im Kriegsdienst hat Arnold nicht zu ersetzen. Sonstige Schulzenlasten haben beide gemeinsam zu tragen. Dem Schulzenamt zufließende Bußen aus der großen Gerichtsbarkeit teilen sie, die aus der kleinen aber gehören dem Jakob allein.                                               
Die 60 Hufen, die Maibaum in der Ordenszeit erhalten hatte, hat es noch heute inne.
In der polnischen Zeit gehörte Maibaum zur Starostei Tolkemit. Es war aber öfters an Elbing verpfändet, so daß das Dorf, trotzdem die ganze Starostei streng katholisch war, evangelisch wurde, wozu auch noch die Nähe der unmittelbar benachbarten evangelischen Kirche Neu-Münsterberg, die 1599 begründet wurde und 1804 einging, beigetragen haben mag. Heute gehört Maibaum zur Kirche Trunz.
Als 1742 die Starostei Tolkemit von einer königlichen Kommission revidiert wurde, hatte Maibaum 60 Hufen; davon waren sieben freie Schulzenhufen. Das Schulzengrundstück hatte sich also seit der Ordenszeit um eine Hufe vergrößert. Von den übrigen Hufen waren 11 wüst – sie hießen Jacobihufen, 28 Zins- und 14 Scharwerkshufen.
Nach 1772 gehörte Maibaum mit der ganzen Starostei zum Königlich Preußischen Domänenamt Tolkemit.
Der auf Grund der neuen Kreisordnung 1874 gewählte erste Gemeindevorsteher Maibaums hieß Michael Binding. Die Freischulzerei hörte seitdem wie überall auf.
Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 hatte Maibaum 704 Einwohner.
Während des Kaisermanövers weilten am 10. September 1894 der Kaiser und die Kaiserin in der Nähe Maibaums.
1906 brannten neun Besitzungen in Maibaum völlig ab.


Seit 1909 besitzt das Dorf Chausseeverbindung mit Tunz. Am 10. Juli 1921 wurde das Kriegerdenkmal in Maibaum eingeweiht.
In Maibaum erhielt sich die alte Volkstracht besonders lange. Auf dem Deutschen Tag in Elbing am 4. Juli 1920 erschienen einige Maibaumer  in dieser alten Tracht, die allerdings seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr getragen wird.


Die Schule in Maibaum ist wohl erst in der preußischen Zeit entstanden. Sie wird 1786 eine Königliche Gnadenschule genannt, ist also aus Staatsmitteln errichtet worden. Der erste Lehrer wurde in demselben Jahr angestellt. Er hieß Christlieb Martin Block und war 1742 zu Rügenwalde in Hinterpommern geboren; er hatte die Chirurgie erlernt, wurde aber auf der Wanderschaft 1784 Lehrer in Königshagen und zwei Jahre darauf in Maibaum. Die Schule war hier natürlich zunächst wie Überall, abgesehen von den Kirchschulen, eine Wanderschule. Aber schon 1787 erhielt Maibaum ein Schulgebäude, das 1788 eingeweiht wurde. In demselben Jahr wurde Block vom Elbinger Kirchen- und Schulinspektor Weber geprüft und daraufhin angestellt. Er hatte für jene Zeit ausgezeichnete Kenntnisse. Im Jahr 1800 starb er. Das alte Schulhaus wurde 1826 für 166 Taler verkauft und in demselben Jahr ein neues auf dem Dorfanger erbaut. Der Bau wurde aber sehr mangelhaft ausgeführt, und der zuständige Amtsrat Taureck griff nicht durch, um die Schäden beseitigen zu lassen. 1862 erhielt die Schule einen Anbau. 1881 erhielt Maibaum ein neues Schulgebäude. Die Einweihung fand am 28. Oktober statt. Als der Kaiser am 21. Juni 1899 durch Trunz nach Cadinen fuhr, bildete auch die Maibaumer Schule dort Spalier. Maibaum hat heute 1020 ha und 671 Einwohner.
Aus dem Buch: „Die Geschichte des Landkreises Elbing“ von Lic. Dr. E. G. Kerstan


Maibaum und Umgebung