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„Hallo, ist das nicht die Maxi aus dem Internet“ rief eine Frau auf dem Elbinger Campingplatz hinter Maxi und mir her. Wir drehten uns um und sahen zwei Frauen auf uns zukommen, die hier mit ihren Männern Heimat-Urlaub machten. Die Frauen hatten Maxi, meine Cocker-Hündin auf meiner Elbinger Heimatseite „Elbing 2004“ gesehen. Es ergab sich ein ausgiebiges Gespräch über Elbing und meine Internet- Arbeit.
Bei Kristof im Lokal „Pod Pogutem“ wurde ich von zwei jungen Damen aus Schwaben angesprochen, die mich auch nur wegen der Maxi erkannt hatten. Diese beiden Damen waren mit ihren Männern und den Eltern in einer Pension in der Heilige-Geist-Str. abgestiegen. Eine Empfehlung von meiner Heimatseite, die sehr anerkannt und gelobt wurde.
Hier stimmt das Sprichwort: meine schwarz/weiße Maxi „ist bekannt wie ein bunter Hund.“
Eine Dame mit erwachsener Tochter kam mit der Frage: „Kennen Sie hier in Elbing das ehemalige Gesellschaftshaus Kahlweiß?“ wir haben dieses Lokal gesucht aber niemand weiß wo es gestanden hat und einige Leute sagten, dieses Haus steht nicht mehr.
Das ist falsch, sagte ich, dieses Gebäude steht gegenüber von Schichau auf der anderen Seite vom Elbing, gelb angemalt, heute ist darin die Zollbehörde.
Die beiden Damen waren die Enkelin und Ur-Enkelin von dem früheren Betreiber Joseph Kahlweiß und sollten das Haus für ihre Mutter und Oma besuchen und fotografieren.
Dann kam ein Herr Stobbe, seine Eltern hatten auf dem Gelände des heutigen Campingplatzes eine Wäschemangel und Wiesen zum Wäsche bleichen. Auch hier bekam ich viele alte  Geschichten zu hören. Am letzten Abend besuchte mich Herr Lucht, dessen Familie aus Hanswalde bei Heiligenbeil und aus der Gegend von Kraffohlsdorf stammt.
Ein Landsmann, heute in Saarbrücken beheimatet, war gleich mit Bruder und vielen Kindern und Enkelkindern angereist. Herr Voss wohnte auf dem Campingplatz und die Familienmitglieder waren über die ganze Stadt verteilt. Der Grund: Herr Voss feierte in Elbing seinen 70-ten Geburtstag und wollte seinen Nachkommen seine Geburtsstadt Elbing zeigen. Diese Feier war auch für mich ein Vorteil, Frau Voss hatte die alten Familien- Fotoalben mitgebracht und ich durfte daraus sehr schöne alte Bilder aus den dreißiger Jahren abfotografieren die ich hier anschließend auch zeigen darf.


Das Haus in der Junkerstr.5 gehörte dem Großvater von Herrn Helmut Voß, Herrn Tischlermeister Fritz Döllner. Hinter dem Haus hatte er eine Werkstadt(ein Bestattungs-Unternehmen) mit Zugang zur Neustädtischen Stallstr. Links hatte Herr Fritz Döllner ein Zigarrengeschäft(ca.1926), rechts ein Lebensmittelladen.

Herr Voß mit seiner Oma der Schwesterund hier im Kinderwagen vor dem Hotel "Königlicher Hof" am Friedrich-Wilhelm-PlatzHerr Voß vor dem Laden vom Opa
der kleine Helmut Voß im Park der Ressource Humanitasein Frl. Traute um 1935 vor der Stadtbibliothekbeim Onkel Ehlert in der Konditorei, Burgstr.7,
Seitenflügel der Städtischen Bibliothekder Lesesaal
die Nikolaikirche ist für eine Hochzeit geschmücktJosefsheim(Katharinenkloster)   in der Burgstr. 17aKatharinenkloster heute, Foto H. Pfau
Agnes-Miegel Schule um 1932Frl. Döllner beim Kochuntericht in der Agnes-Miegel Schule

links: die Mädchenklasse mit Frl. Irmgard Döllner, die Mutter von Herrn Helmut Voss um 1932 vor der Agnes-Miegel Schule, rechts: die Dichterin Agnes Miegel im Schulhof der nach ihr benannten Elbinger Mädchen-Mittelschule. Im Hintergrund die ausgegrabene Säule aus dem ehemaligen Elbinger Ordensschloß, die auch heute noch an der gleichen Stelle steht.


Eine alte Postkarte von der Elbinger Taubstummenanstalt weckte meine Neugierde. Wie mag es wohl heute in diesem Gebäude aussehen?  Ich hatte Glück, mein Elbinger Freund Lech Slodownik vereinbarte mit dem Kommandantensprecher der Polizei, Herrn Jacob Sawicki einen Termin und ich durfte diese heutige Polizeistation nicht nur besichtigen, sondern auch alles fotografieren und diese Fotos veröffentlichen.


Ein Blick vom Turmhaus (Jugendherberge) zur Königsbergerstraße mit der Taubstummenanstalt,in der linken Hälfte oben am Rand.


Der Elbinger Taubstummen-Verein.
Dieser Verein wurde am 3. Oktober 1898 gegründet um den Mitgliedern gottesdienstliche Erbauung, Belehrung und Geselligkeit zu bieten. Bei der Feier des 10-jährigen Bestehens waren es bereits 40 Mitglieder. Begründer und Seelsorger und Ehrenvorsitzender des Vereins war Pfarrer Selke. Der Tischlermeister Eisermann War der Vorsitzende. Die Mitglieder versammelten sich alle zwei Wochen Sonntagabend im Pfarrhaus von Hl. Leichnam, wo auch an jedem zweiten Sonntagvormittag ein Taubstummengottesdienst stattfand.
Ab 1905 wurde vom Verein für ein eigenes Heim gesammelt. Fräulein Pahlke verfaßte ein Bittgedicht, das in 50 000 Exemplaren gedruckt und verwertet wurde. Es wurden über 22 000 Mark eingenommen, allein im Jahr 1906 blieben nach Abzug der Unkosten 7383 Mark übrig. Ein weiteres Gedicht zur Verwertung zum Hauskauf stellte Carmen Sylva, Königin von Rumänien zur Verfügung. Für den Bau wurden ca. 70 000 Mark benötigt,wovon die Hälfte die Stadt, die Provinz, der Landkreis und Privatpersonen finanzieren sollten. Noch vor dem 1.Weltkrieg konnte nach jahrelanger Sammelaktivität, ein Heim für Taubstumme Menschen jeder Konfession aus der ganzen Provinz Westpreußen, in der Königsberger Straße 45 (später Nr. 106) erbaut werden. Dieses Haus wurde zwischen 1910 und 1914 fertig gestellt und eingeweiht. Von diesem Ereignis stammt auch die farbige alte Ansichtskarte.
Das Haus diente nicht nur zu Wohnzwecken, sondern beherbergte auch einen Kindergarten, Arbeitsstätten (Schneider und Schuhmacher) und auch ein Pflegeheim für altersschwache und arbeitsunfähige Taubstumme. Ebenfalls standen eine Arbeitsnachweisstelle und Fremdenzimmer für durchreisende Taubstumme, sowie eine Kegelbahn, Spielplätze und ein Garten zur Verfügung.
Nachdem die Zahl der Bewohner abnahm diente das Haus zeitweilig dem Elbinger Finanzamt, und dann der „Ferdinand Schichau- Ingenieur-Schule“ und der Berufsschule als Unterkunft. In dieser Zeit hat man wohl den großen Saal umgebaut. In der Höhe wurde eine Decke eingezogen und nach links wurde ein Gang abgetrennt. Der Saal ist heute niedriger und schmäler und vielleicht auch kürzer. Das Gebäude überdauerte unbeschadet die Kämpfe in Elbing 1945. Bis zum Neubau des neuen polnischen Polizeipräsidiums, in der Nähe des Holländer Tors war die ehemalige Taubstummenanstalt eine Polizeistation mit Gefängnis. In dem  ehemaligen Festsaal hat haben die Polizeibeamten einen Gymnastiksaal eingerichtet. An den Wänden sind große Spanplatten mit Brandmalereien aus der Westpreußischen Landschaft.

in der linken Haushälfte die Fenster vom ehemaligen Festsaal. Bei Sanierungsarbeiten wurde der Sockel vom Putz befreit und es kamen Kadiner Ziegel zum Vorschein.

Die Treppen und Gänge sind noch unverändert mit den alten Türen in die Zimmer der ehemaligen Heiminsassen.