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Die Speicherinsel war der erste Platz auf dem die Ordensritter und die Lübecker Siedler ihre Zelte aufschlugen. Diese erhöhte Kiesbank auf der linken Seite des Elbingflusses war nach Westen durch unzugängliches, sumpfiges Gebiet gesichert. Der Fluß gab der unbefestigten Lagerstätte einigermaßen Schutz vor den Pruzzen im Osten. Nachdem die Häuser auf der Ostseite vom Elbing errichtet waren, zog man in die neue Stadt und nutzte die Insel ca. 100 Jahre lang als Holzlagerplatz. Um 1326 wurde der Holzlagerplatz mit  Speichern bebaut. In diesen wurden allerlei Handelswaren aufbewahrt, wie Hanf,  Flachs, Wolle, Tierfelle, Asche, Getreide und Heringe. Man liebte es, den Speichern besondere Namen, meistens nach den an ihnen angebrachten Tierbildern, zu geben. Viele Speicher haben bis 1945 die alten Bezeichnungen wie „Der Storch“, „Die weiße Taube“, „Der alte Wolf“,„Neptunspeicher“, „Kaiser“ usw. getragen.
Bis 1945 war die Speicherinsel einer der drei Haupt- Stadtteile von Elbing und von allen Seiten mit Wasser umgeben, also eine richtige Insel. Auf der Ostseite wird sie vom Elbingfluß, auf der Nord-, West- und Südseite vom Danziger Graben begrenzt.



Luftaufnahme von der Speicherinsel in Richtung Stadt von 1998.

Das war nicht immer so. Die Speicher waren bis 1626 eine offene Vorstadt, die von jedem Feind leicht überrumpelt werden konnte. 1455 kamen, als Elbing mit dem Orden im Krieg lag, 700 Ordenssöldner über das Eis des Drausensees und zündeten die Speicher und das Dorf Grubenhagen an. Elf Jahre später kam in aller Stille, der aus Elbing vertriebene Heinrich Reuß von Plauen von Preußisch Mark, zündete die Speicher an und zog wieder ab. Auch die Danziger, die den Elbingern feindlich gesinnt waren, fuhren 1577 zu Schiff den Elbing herauf, raubten die in den Speichern enthaltenen Waren und setzten sie dann in Brand. Mit ihnen verbrannten auch die großen Holzvorräte, die damals zwischen den Speichern lagerten. Um die Stadt besser gegen solche Brandstifter schützen zu können, ließ der Schwedenkönig Gustav Adolf 1626 die Speicher mit einem tiefen, breiten Graben, dem Danziger Graben, und einem Wall umziehen und drei Schanzen anlegen; eine von diesen befand sich da, wo später das Bootshaus des Ruderklubs Nautilus stand.

Viele Speicher sind abgebrannt und wurden nicht wieder aufgebaut, an ihrer Stelle wurden Wohnhäuser erbaut. Zur Überwachung des Handelsverkehrs wurde oberhalb von Nautilus, nahe der Leegen-Brücke das Zollamt erbaut.
Zur Verbindung der Altstadt mit der Speicherinsel dienten seit altersher zwei Fähren und die Hohe Brücke. Später, etwa um das Ende des 16. Jahrhunderts (Zeit der Engländer in Elbing), baute man Fluss abwärts noch die Leegen-Brücke und nahe dabei das Wagetor und den Wageturm mit der großen, neuen Waage. Die hölzerne Hohe Brücke brannte 1918 ab und wurde später massiv aus Stein wieder aufgebaut. Am Westende der Hohen Brücke stand die „Neue Börse“, diese wurde 1790 als ein Pfahlbau über dem Elbing errichtet. Das Haus war in guten Jahren ein Versammlungsort der Kaufleute. Darauf weist auch die Figur des griechischen Handelsgottes und Götterboten Hermes auf dem Dach hin. Die ursprüngliche Figur stand bis 1946 im Städtischen Elbinger Museum.

Meine Insel- Umrundung beginnt an der neuen polnische Brücke am "Inneren Vorberg" und geht außen um den "Danziger Graben" rum. Auf der Spitze der Speicherinsel war früher die Reederei A.Zedler ansässig, die Villa steht noch. Das Bild mit dem Betriebsgebäude ist von 1947. Die Villa ist im letzten Jahr ausgebrannt, das Bild unten rechts ist von der Berliner Straße aufgenommen. Am Ende des Bericht ist noch eine Aufnahme der Villa von 1999.

Oben links ein Verbindungsweg zwischen der Berliner Straße und der Straße Grubenhagen. Rechts die beiden Aussichten auf die Nikolaikirche im oberen Plan mit 1 und 2 markiert. Unten links ein Blick auf die Häuser Grubenhagen.

Oben links die Häuser an der Straße Grubenhagen haben den Krieg überdauert,
Auf der Speicherinsel stehen noch acht alte Backsteinhäuser, die den Krieg überstanden haben. Oben links vomSchleusendamm, Ecke Schiffsholm ein Blick rüber zur Naulilus, auch heute ein Bootsklub. Unten alte Kontorhäuser der ehemaligen Speicher und unten die alte Mennonitenkirche der Gemeinde Ellerwald. Diese Kirche wird auch heute wieder von Mennoniten benutzt, ist auch Ihr Eigentum.(unterer Pfeil in der Mitte vom Plan.)

Ein neueres Luftbild über die Altstadt zur Speicherinsel von Herrn Lucht