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1945/46 waren wohl die schlimmsten Jahre in der Geschichte unserer Heimatstadt. Nach harten Straßenkämpfen im Januar – Februar eroberten die Russen Elbing. Ein Teil der Bevölkerung war in allerletzter Minute vor der Roten Armee geflohen und der Rest wurde im Jahre 1946 rausgeworfen und in alle Winde zerstreut. Die meisten unserer Landsleute blieben im Nord- und Mitteldeutschen Raum. Nur wenige, meistens die, die Verwandte im Süden hatten, zogen dorthin, bezw. sie wurden auf die damaligen Besatzungszonen aufgeteilt. Viele, die mit ganzen Trecks aus dem Osten kamen, blieben auch später an diesen Orten wie z.B. Hamburg, Lübeck, Krefeld und auch Hamm. Die ehemaligen Schichauarbeiter blieben hauptsächlich an der Küste, in der Hoffnung dort Arbeit zu bekommen.
Nachdem man Wohnung, Arbeit und vor allem durch Suchaktionen die Angehörigen gefunden hatte, fing man an auch Nachbarn, Mitschüler und Arbeitskollegen zu suchen, die als Zeugen für den Lastenausgleich gebraucht wurden. Nach Gründung der Bundesrepublik fanden erste Begegnungen auf den Heimattreffen statt, für die Elbinger u.a. in der Patenstadt Bremerhaven, Dortmund und Düsseldorf.

Am 1. Januar 1977 gründete Otto Griehl den Pangritz-Club und nahm hauptsächlich ehemalige Mitbewohner der Pangritz-Kolonie auf. Die „Kolonisten“ wurden angeschrieben und es wurden Adressen gesammelt. Bei dem Treffen am 24. September 1977 waren es bereits 14 Mitglieder und 62 Gäste die nach Hamm kamen. Am 9. Januar 1978 wurde der Club beim Amtsgericht Hamm als e.V. in das Vereinsregister eingetragen. Durch die Treffen der folgenden Jahre konnten viele Freunde, Verwandte und Bekannte zusammengeführt werden, selbst noch im Jahr 2003, was viele für unglaublich hielten. Die Mitgliederzahlen stiegen von 50 im Jahr 1978 auf 175 im Jahr 1984. Mit Angehörigen und Freunden kamen bis zu 300 Personen zu den Treffen. Ein Mitteilungsblatt, der „Pangritz-Kurier“ wurde für die Mitglieder herausgegeben, der sich bis heute zu einem echten und gern gelesenen, völlig unpolitischen Heimatblatt entwickelt hat. Selbst in Elbing, dem heutigen Elblag (sprich Elblong)  wird unsere informative Zeitung gerne gelesen. Die Treffen wurden zu reinen folkloristischen Veranstaltungen ausgebaut. Eine Tanzgruppe wurde gegründet und die Requisiten wie Brummtopp – Kolonistenauto – Tolkemiter Lomme – Strandnice – die Fischweiber – die Loeser Girls mit ihren weißen Hauben und vieles mehr brachte man auf die Bühne.

Fahrten in die Heimat wurden organisiert und die ersten Kontakte mit den jetzigen Bewohnern unserer Heimatstadt, darunter auch ein paar wenige Deutsche, wurden aufgenommen. Dann starb am 22. März 1985 Otto Griehl, niemand glaubte an einen Weiterbestand, die erste Austrittswelle schwappte über unseren Club. Am 1. Juni wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen. 150 Mitglieder waren noch im Club als ein neuer Vorstand gesucht wurde, der das große Werk von Otto Griehl erhalten und weiterführen sollte.
Hans Preuß wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt bis zum heutigen Tag inne hat und diese ehrenamtliche, aufwendige Arbeit zu aller Zufriedenheit ausführt. 2. Vorsitzender wurde Werner König, Schriftführer Hans Falksohn und Kassierer Erwin Mahlau. Die Zeitungsredaktion wurde von Hans Falksohn und Hans Preuß weitergeführt. 1985 feierten die Fußballvereine „Hansa“ und „Victoria“ mit uns ihr 75-jähriges Gründungsfest. Ihr Sprecher und Organisator war der leider verstorbene Gerhard Gommel, der auch viele Berichte aus seiner Zeit in Elbing schrieb, hauptsächlich über den Sport im deutschen Osten, seine Militärzeit und persönliche Erinnerungen.
Bei den 750 Jahrfeiern Elbings in Münster, Berlin und in der alten Heimat nahmen Abordnungen unseres Clubs teil. Im gleichen Jahr 1987 feierte auch die Stadt Iserlohn ihre 750 Jahrfeier, hier nahm eine Fahnen- und Trachtengruppe in unseren Stadtwappenhemden und einem Grußplakat, von der Bevölkerung freudig begrüßt, am Festumzug teil. Die Traditiongemeinschaft der Pioniere unserer Kaserne in Lärchwalde mit ihrem Sprecher Franz Vogel besuchten unsere Treffen, wie auch wir ihre Divisions-Treffen besuchen. Der verbesserte „Pangritz-Kurier“, der nach dem Tod von Hans Falksohn, weiter von Hans Preuß geschrieben, gedruckt und versandt wird, stieg ständig in der Auflage. Der Anstieg der Leser und auch Mitglieder war durch die Aufnahme aller an Elbing interessierten Landsleute und auch Nichtpreußen in unserem Club entstanden. Selbst von Nichtelbingern, die z.Teil Elbing gar nicht kennen wird der Kurier gerne gelesen, der bis in die USA – Kanada – England – Schweiz – Spanien usw. geschickt wird. Den ersten Computersatz lieferte Dr. Ingo Mecke, der auch für das Computerbanking verantwortlich zeichnet und die erste Webseite (Elbing.de) im Internet einrichtete. Für Bilder sorgten die immer größer werdende Schar der Ansichtskarten- und Elbingensien-Sammler, so Hans Pfau, vor allen unser verstorbener und unvergessner Landsmann und Fotograf Heinz Wosmann. Auch Hans Preuß stellt bei den meisten Treffen auf Wandtafeln Bilder von Elbing und Umgebung aus und zeigt Dias und Videos aus der Heimat „Gestern und Heute“. Seit einigen Jahren schreibt auch unser Ehrenmitglied Werner Grunwald viele Artikel und gibt laufend neue Extrahefte zu Gunsten der Armenküche in Elbing mit wunderbaren Zeichnungen heraus. Elli Bilski und Willi Hinz, der augenblickliche 2. Vorsitzende, betreuen ein Elbinger Waisenhaus. Aber auch der Elbinger Freundeskreis der deutschen Minderheit, mit denen wir einen guten Kontakt haben, wurden vom Club  mit Sach- und Geldspenden versehen und regelmäßig bei unseren Fahrten in die Heimat besucht. Hier noch ein kleiner Überblick über unsere Mitgliederzahlen: Von den 1985 übernommenen Mitgliedern sind noch 41 im Club. Bei unserer 25 Jahrfeier im Jahre 2002 erreichten wir den höchsten Stand von 380. Insgesamt verloren wir seit 1985 175 Mitglieder. Der aktuelle Stand am 20. Mai 2003 beträgt 376, wobei man bedenken muss, dass 269 Mitglieder bereits über 70 Jahre alt sind und die Sterberate sehr hoch ist.


Nach mehrmaligem Trefflokalwechsel, aus den verschiedensten Gründen, treffen wir uns seit einigen Jahren 3x im Jahr in den Zentralhallen in Hamm(siehe Startseite). Weitere Auskünfte erteilt die Redaktion des „Pangritz-Kurier“. Zur Zeit bekommen unsere Mitglieder 4x im Jahr den „Pangritz-Kurier“ mit je 52 DIN A 4 Seiten sowie 2 bis 3 Sonderhefte mit abgeschlossenen, Heimatbezogenen Themen. Der Jahresbeitrag beträgt 19 Euro und kann auf unser Konto bei der Sparkasse Hamm BLZ 410 500 95 Konto 301 68 21 eingezahlt werden bezw. per Einzug von Ihrem Konto abbuchen. Bei Spenden für die „Armenküche“ bezw. “Die deutsche Minderheit“ bitte diese Stichworte mit angeben. 1. Vorsitzender und Redaktion: Hans Preuß 47445 Moers, Kühlerstraße 46  Tel. 02841 – 71364. 

Unsere Vereinsnadeln, normal und für 10 Jahre





                                             

                   










Aus der Sammlung Hans-Joachim Pfau, am 02.01.1900 in Elbing abgestempelt, die Karte ging an den Herrn Bahnmeister Schulz, Am Bahnhof.



Eine Karte von der Pangritz-Kolonie, gezeichnet von Hans-Joachim Pfau, 1. Vorsitzender vom Pangritz-Club.