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Als sich nach den Freiheitskriegen die wirtschaftlichen Verhältnisse in Elbing langsam besserten, als mit zunehmenden Wohlstand das Bürgertum erstarkte, beschloss man eine Bildungsstätte so wie sie der Berliner Schuldirektor August Spillecker empfahl, eine „Höhere Bürgerschule“ in der Stadt einzurichten. Die Sache wurde 1828 zum ersten Male in den „Elbinger Anzeigen“ angeregt und fand sofort viele Anhänger. Stadtverordnete und der Magistrat diskutierten zwar das Projekt, aber setzten es nicht durch! Am 1. März 1837 meldeten die „Elbinger Anzeigen“, dass der zweite Prediger von der „Heilige Drei Königin Kirche“ Rohde und Herr Müller die Einrichtung einer unteren Klasse einer Bürgerschule vorbereitet haben. Die Regierung erteilte hierzu ihre Genehmigung und am 3. April 1837 eröffnete Prediger Rohde im Hause Wasserstraße 31 eine zweiklassige „höhere Privatknabenschule“ mit 13 Schülern und der finanziellen Unterstützung der Stadt.

Es war die spätere Heinrich–von-Plauen-Schule als „höhere Bürgerschule Elbings“ ins Leben gerufen Sie wurde weder von der Stadt noch vom Staat ins Leben gerufen, sondern ist dem Weitblick und dem Einsatzwillen eines einzelnen, wenig geldkräftigen Mannes, des Predigers Rohde, zu verdanken. So war auch ihre bauliche Unterbringung ursprünglich recht bescheiden: In der Wasserstr. Nr. 31 wurden Stuben gemietet, an deren Unzulänglichkeit als Schulräume niemand, der die alten Häuser dort kannte, zweifelte. Für 13 Schüler schien es jedoch auszureichen.

Die erste öffentliche Prüfung am 25. September 1835 ließ tüchtige Leistungen erkennen.

 Die Zahl der Schüler stieg rasch, 1838 wurde bei 39 Schülern eine neue Klasse aufgesetzt und und als 60 Schüler im nächsten Jahr gemeldet waren, wurde die Jebens’sche Tabakfabrik in der Kalkscheunstraße 18 gemietet, die Rohde im Vergleich zur bisherigen Unterkunft als ein „sehr geräumiges und freundliches Schullokal“ bezeichnete. Hier gab es endlich einen Schulhof! 1841 wurde die Schule mit 104 Schülern in den Besitz der Stadt übergeben. Der Privatdozent Dr. Benecke von der Universität Königsberg wurde Direktor und führte an der Tertia und Sekunda sofort Lateinunterricht ein. 1841 wurde zusätzlich eine Elementarklasse von sechs bis acht Jahren eingerichtet als Vorschule.

Das starke Wachstum der Schule brachte es mit sich, dass bereits 1842 die Stadt, in deren Händen sie sich inzwischen befand, das Haus „Am Lustgarten Nr. 6“, die spätere Stadtbücherei, für sie erwarb. Auch dieses Heim war rasch zu klein, und so wurde 1848 die Jebens’sche Tabakfabrik in der Kalkscheunstraße 17 / 18 angekauft und für Schulzwecke ausgebaut, so dass die Schule fortan eine Aula hatte.

An Michaelis 1845 berief man den Direktor Dr. Benecke als Direktor an das städtische Gymnasium und sein Nachfolger wurde Dr. Herzberg. An der „höhere Bürgerschule Elbings“ waren tätig: Direktor Dr. Herzberg, Oberlehrer Kreyßig, Dr. Büttner, Dr. Lieber, als Lehrer: Dr. Lenz, Markull, Neumann, Straube, Zeichenlehrer Müller und Castellan Peddert.

Angeschlossen war dann noch die „Vorbereitungsschule für höheren Unterricht“ mit den Lehrern Abs und Rhein.

Als auch hier der Raumbedarf restlos erschöpft war, mussten Nachbarhäuser angekauft werden, um sie in behelfsmäßige Klassenräume umzuwandeln.

Am 22. Juni 1908faßte die Elbinger Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Beschluss, ein neues Schulgebäude in der Moltkestraßezu errichten. In den folgenden Jahren entstand das imposante Bauwerk der Heinrich-von Plauen-Schule, so wie man es heute noch sehen kann. Auf Vorschlag von Oberstudiendirektor Dr. Gerstenberg erhielt sie diesen Namen des Retters der Marienburg. Im Zuge einer Schulreform war aus dem Reformrealgymnasium die Oberrealschule und zuletzt die Oberschule für Jungen geworden.

Während der 700-Jahr-Feier Elbings erhielt die Heinrich-von-Plauen-Schule, deren 100-Jahrfeier vom 24. Bis 27. August 1937 stattfand, als Jubiläumsgeschenk der Stadt Elbing ihr schönes Landschulheim bei Succase.



Bald geht es weiter !!!