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Wir haben unser 30jähriges Vereins-Jubiläum gefeiert, aber sind es wirklich 30 Jahre? Oder sind es nicht  vielleicht sogar 70 Jahre?

Bekannt war uns bisher, das Otto Griehl am 1.Februar 1977 diesen Verein gründete und ihn am 9. Januar 1978 beim Amtsgericht Hamm eintragen ließ.

Am 1. Juni 1985 wurde durch den plötzlichen Tod von Otto Griehl, Hans Preuß als neuer 1. Vorsitzender gewählt, er füllte dieses Amt bis zum 29. April 2007, also 22 Jahre gewissenhaft aus. An diesem Tag wurde Hans Pfau sein gewählter Nachfolger. Hans Pfau war demnach der 3. erste Vorsitzende im Pangritz Club.

Hans Pfau hat zwar seit vielen Jahren aktiv im Club mitgearbeitet, aber er wusste über die Anfänge des Clubs überhaupt nichts. Es gab auch keine Unterlagen geschweige denn eine Vereinschronik. Aber so im dunkeln rumbiestern ist nicht nach dem Geschmack unseres neuen ersten Vorsitzenden.

Also wurden alle vorhandenen Unterlagen vom Amtsgericht Hamm angefordert, die für viel Aufregung und Überraschung sorgten.

Nach diesen Unterlagen wurde der Pangritz Club von Paul Zimmermann, Luise Kleppke und Otto Griehl gegründet. 1. Vorsitzender war Paul Zimmermann. 2. Vorsitzende Luise Kleppke und Otto Griehl als Kassierer.

Nach einem Jahr ging diese Freundschaft offensichtlich auseinander und ein Johannes Komrowski wurde 1. Vorsitzender und dazu kam noch ein Schriftführer, Alfred Neumann.

Erst am 20.10. 1979 wurde Otto Griehl zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Er war also bereits der dritte Vorstand nach knapp drei Jahren.

Nun begann also das suchen nach den Wurzeln unseres allerersten Vorsitzenden Paul Zimmermann, dessen Sohn wir in Hamburg aufstöberten.

Er konnte uns nur sagen: Mein Vater, Jahrgang 1928, wurde mit 16 Jahren Soldat und kam kurz danach in russische Gefangenschaft. Er hatte zwei Brüder von denen noch einer irgendwo in einem Altersheim lebt. Mein Vater ist am 19. Juni 2004 in Lüneburg gestorben.

Ja das war nicht viel, aber wie so oft übersieht man das nächstliegende, und das ist der Spaziergang von Otto Griehl über die Pangritz-Kolonie, den wir zurzeit in unserem Kurier abdrucken. Hier finden wir fast alle Namen wieder, die in den ersten Jahren nach 1977 in den Vorständen auftauchen, es waren die Lorbasse aus der Hauptstraße auf der Pangritz-Kolonie, die schon um 1937 die Gegend mit ihrem Verein unsicher machten. Es war die Bande aus dem südlichen Teil der Kolonie.

Die Grenze war damals die Adalbertschule, Paulusfriedhof  und untere Brauereistr.

Also ist unser Pangritz-Club ein Nachfolge-Verein von damals und damit mit rund 70 Jahren der älteste noch existierende Elbing-Club.

Aber auch Hans Pfau muß sich daran gewöhnen, dass er bereits der 5. erste Vorsitzende ist und dass wir schon 1977 eine Frau als 2. Vorsitzende hatten. Paul Zimmermann wohnte früher auf der Kolonie einen Stock höher als Otto Griehl.

Jetzt verstehen wir auch die allererste Satzung des Pangritz- Clubs, darin heißt es:

„Mitglied des Clubs kann der werden, der in der alten Heimat auf der Pangritz- Kolonie gewohnt hat und zu den Jahrgängen 1900 bis 1933 gehört“

Es war klar, die Lorbasse von der Hauptstr. (Horst-Wessel-Str.)wollten unter sich bleiben, wie damals zu Hause.

Hans Pfau war damals als einer der jüngsten von der nördlichen Gruppe und wurde öfters in die südliche Region geschickt zum ausbaldowern was die anderen gerade vorhatten. Wenn er erwischt wurde. Hat man ihn an den Ohren rangezogen, ein paar Kopfnüsse verteilt und mit einem Tritt in den Hintern in Richtung Heimat geschickt. Schade, dass von denen keiner mehr erleben konnte, dass heute der damals jüngste und kleinste aus der nördlichen Bande ihren Verein übernommen hat.


Im festlich geschmückten Saal. rechts Frau Bürgermeisteri Ulrike Wäsche, links Ilse Pfau, die Ehefrau vom 1. Vorsitzenden.


Frau Elisabeth van Scherpenberg, die Ur-Ur-Enkelin von Gottlob Ferdinand Schichau begrüßt die Mitglieder vom Pangritz-Club, daneben Frau Elli Bilski - die 2. Vorsitzende vom Club.



Hamm – 30 Jahre sind vergangen, seit Otto Griehl als Mitbegründer den gemeinnützigen Heimatverein „ Elbing Club Pangritz Kolonie“ ins Leben rief. Ein guter Grund für die Mitglieder, jetzt nicht nur ein dem langjährigen Bestehen gebührendes Fest zu feiern, sondern auch um denjenigen zu danken, die diese Zeit der Verbundenheit durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit ermöglicht haben. Knapp 120 der 361 Mitglieder waren dazu in den Gastronomiesaal der Zentralhallen gekommen – teilweise mit enormen Anfahrtswegen – wie Hans Pfau, erster Vorsitzender des Vereins, erzählte. Er selbst zum Beispiel war aus München angereist, ebenso wie Elisabeth van Scherpenberg. Die Ur- Ur- Enkelin des bedeutenden Unternehmers Gottlob Ferdinand Schichau (geboren 1814, gestorben 1896) erhielt in der Begrüßungsrede Pfaus ebenso eine besondere Erwähnung wie Oberbürgermeister Thomas Hunsteger – Petermann, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, und Ulrike Wäsche. Als Vertreterin der Stadt Hamm bestärkte die Bürgermeisterin die Elbinger anschließend für ihr die Erinnerung auffrischendes Engagement, indem sie betonte, das „niemand vergessen soll, wo seine Wurzeln sind.“ Es folgte der „gekürzte Überblick“ über die 30-jährige Vereinshistorie vom ehemaligen Vorsitzenden Hans Preuß.

Anhand einiger Beispiele dokumentierte er, wie der „Elbing Club Pangritz Kolonie“ in dieser Zeit gewachsen sei. In diesem Zusammenhang hob er unter anderem die wichtige Rolle des vierteljährlich erscheinenden Vereinsmagazins hervor, das eine Verbindung schaffe zwischen den deutschen und den polnischen Club-Angehörigen.

Kurz darauf stand Preuß schon wieder am Rednerpult – dieses mal jedoch unvorbereitet. „Ehrenmitglied ist er schon, also ist nur konsequent, dass er jetzt zum Ehrenvorsitzenden ernannt wird“ erklärte Hans Pfau. Grund für die besondere Anerkennung Preuß’ sei vor allem sein Wirken in der Zeit gewesen, als er den Vorsitz in Zeiten finanzieller Probleme übernahm und ihn „aus den Schulden herausgeholt hat.“

Die Ehrenmitgliedschaft erhielten Erwin Mahlau und Rose Ebmeier. Außerdem wurden folgende anwesende Elbinger für ihre langjährige Club- Verbundenheit geehrt: Christa Griehl- Reichhard (seit 1977 Mitglied), Alfred Janzen (1978) sowie Erika Bischoff und Lisbeth Eiser (1980). - sde

Auf dem Foto von links: Hans- Joachim Pfau, Elli Bilski, Bürgermeisterin Ulrike Wäsche, Elisabeth van Scherpenberg, Erwin Mahlau, Christa Griehl- Reichhard und Hans Preuß