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In Elbing gab es viele Vereine, aber es ist nur ein Schwimmverein bekannt: der „Elbinger Schwimmverein von 1911 e.V.“ Die Elbinger dachten wohl: Wer segeln oder Boot fahren kann der braucht nicht schwimmen! Erst ab 1925, der Wiedereröffnung des Elbinger Hallen-Schwimmbades gab es mehr Schwimmvereine.

Im „Elbinger Wohnungs-Anzeiger“ von 1848 findet man unter der Rubrik: VII, B, Sanitäts-Anstalten  gleich drei Badeanstalten. Es ist aber nicht sicher ob man in allen Anstalten auch schwimmen konnte.

Das waren: 1. Die Kalt-Wasserheilanstalt zu Reimannsfelde. Vorsteher: Dr. Cohn

                  2. Die Weissig’sche Badeanstalt (Neust. Wallstr. 31) Bes. L. Weissig, Apotheker
                   3. Das Badehaus am Elbing. Besitzer: Kaufmann A. Brandt. (Die Billets kann man bei Castellan Hintz, am Elbing 25 lösen)

 1881 stehen diese Badeanstalten schon unter der Rubrik „ Die bürgerlichen Geschäftszweige“

                    1. Bäckermühlen- Bade- Bassin

                    2. Badehaus auf dem Elbing

                    3. Johannisbad, Bunkowski F., Badeanstalt-Besitzer, Johannisstr.11

                    4. Obermühle, Kroll Carl, Mühlenbesitzer, Äußerer Mühlendamm 10

                    5. Dampf- Waschanstalt

                    6. städtische Schwimmanstalt, Wölke August, Bade-Anstalt-Besitzer,

                        Marienburger Damm 23

 1887 stehen diese Badeanstalten wieder unter der Rubrik „Die bürgerlichen Geschäftszweige“

                    1. Elbing Dampf-Mühle

                    2. Badehaus auf dem Elbing

                    3. Johannisbad, Bunkowski F., Badeanstalt-Besitzer, Johannisstr.11

                    4. Obermühle, Kroll Carl, Mühlenbesitzer, Äußerer Mühlendamm 10

                    5. Neufeld Joh, Römische und Dampfbäder, Am Wasser 3-4

                    6. städtische Schwimmanstalt, Wölke August, Bade-Anstalt-Besitzer,

                        Marienburger Damm 23

Die älteste bekannte Badeanstalt baute 1825 Wilhelm Haertel am Elbing zwischen der Heilig- Geist Straße und der Kalkscheunstraße, siehe unten im Elbing. Am Ufer standen einige Umkleidebuden und im Fluß waren 12 Badekabinen mit abgesenkten Fußboden für Schwimmer und Nichtschwimmer.


Diese Schwimmanstalt bestand bis ca. 1895, dann war sie ein Verkehrshindernis und auch die in den Elbing eingeleiteten Abwässer stanken zu sehr. Es wurden am Elbingfluß aber immer wieder andere Schwimm-Anstalten eröffnet. Bekannt ist noch eine Anstalt am nördlichen Stadtrand als Freibad in dem die Elbinger nichts bezahlten aber die direkt daneben wohnenden Pangritz-Kolonisten , die noch nicht eingemeindet waren, einen Groschen zahlen sollten.
Eine weitere Schwimmanstalt war am Elbing, gegenüber dem heutigen Campingplatz an der Berliner Chaussee (Reichsstr.1).


Das Deutsche Bad, ein Bericht von Schulrat Ringleb. (gekürzt)

Das Deutsche Bad ist im Jahr 1910 als ein privates Unternehmen gebaut worden. Im Jahr 1920 erwarb es die Stadtgemeinde.


Das Bad besteht aus einer Badeabteilung und dem Hallenschwimmbad.
Die Badeabteilung ist eingerichtet für Brause- und Wannenbäder, die 1928 noch erheblich vermehrt worden sind, medizinische Bäder jeder Art, elektr. Licht- und Luftbäder. Auch ist ein Masseur und eine Masseuse angestellt.

Das Hallenschwimmbad

Das Schwimmbecken fasst rund 400 cbm Wasser mit einer größten Wassertiefe von 2,80 m. Es hat eine Nichtschwimmer- und eine Schwimmerabteilung.

Im Jahre 1915 wurde das Bad wegen Kohlenmangel geschlossen. In der Nachkriegszeit und der Inflationszeit und der allgemeinen finanziellen Notlage konnte es nicht wieder geöffnet werden. Das Gebäude wurde an Privat verpachtet und der eigentlichen Bestimmung entzogen. Sehr aufwendige und kostspielige Widerinstandsetzungsarbeiten waren erforderlich, als sich die städtischen Behörden entschlossen, das Schwimmbad am 9. Dezember 1925 wieder zu eröffnen.

Wenn man jetzt die starke Benutzung des Bades sieht, so kann man sich nicht vorstellen, wie Elbing 10 Jahre ohne dieses Hallenschwimmbad hat auskommen können, und doch müssen selbst heute noch viele andere Städte ein solches entbehren, aus denen – sogar von Danzig her****  – im  Winter Besucher in unser Bad kommen. Die meisten Besucher kommen natürlich aus Elbing. Auch hier hat der Schwimmsport in den letzten 10 Jahren außerordentliche Fortschritte gemacht. Dadurch, dass in den Volks-, Mittel- und höheren Schulen sowie in der Pädagogischen Akademie planmäßig Schwimmunterricht erteilt wird. Dadurch wächst die Zahl derer, die nun ein dauerndes Bedürfnis zur Betätigung dieses so schönen und gesunden Sports empfinden, natürlich immer mehr. Als Folge davon werden aber auch die Schwimmvereine, die besonders in den Abendstunden unser Bad besuchen, immer stärker an Mitgliedern. So herrscht in den Nachmittag- und Abendstunden ein äußerst reger und fröhlicher Schwimmbetrieb, und die Notwendigkeit eines Erweiterungsbaues, wenn nicht gar der Errichtung einer zweiten Anstalt, wird für die Zukunft immer größer; doch ist zunächst bei der Finanzlage der Stadt daran noch nicht zu denken.
Die Benutzungs- Preise für das Hallenschwimmbad betragen 0,50 RM (Fünferkarte 2 RM); Sport- und Schwimmvereine sowie die höheren Schulen zahlen für 100 Karten 25,-- RM, die Mittelschüler 20,-- RM; die Volksschüler 10,-- RM. Der im Rahmen des Schulunterrichts erfolgte Schwimmunterricht wird unentgeltlich erteilt. Die Studenten und Studentinnen der Pädagogischen Akademie haben, wenn sie geschlossen in Begleitung der Schwimmkraft das Hallenschwimmbad benutzen, unentgeltlich Eintritt.

**** Die Olympiasiegerin, Europameisterin und Weltrekordlerin Ursula Happe aus Danzig, fuhr im Winter zweimal in der Woche zum Training nach Elbing ins Hallenbad.****
Ursula Happe, geb. Krey, die am 20.10. 2006 ihren 80.ten Geburtstag in Dortmund feiern konnte, war bereits in früherer Kindheit mit dem Wasser vertraut worden. Ihr Vater, der in Stalingrad gefallen ist, der die großen Erfolge seiner Tochter leider nicht erleben durfte, war Bademeister beim Schwimmverein „Neptun“ in Danzig. Ursula machte bereits mit 4 ½ Jahren ihr Freischwimmerzeugnis und nahm als Kind an vielen Wettbewerben in der Heimat teil. Nach dem Krieg heiratete sie ihren Trainer und schwamm von Erfolg zu Erfolg.
1954 war sie bereits Europameisterin im 100 Brustschwimmen und auch in Deutschland 1954 und 1956 Sportlerin des Jahres. 1956 Weltrekord und erste Goldmedaille im Schwimmen für Deutschland bei der Olympiade in Melbourne, mit 23:53,1 Minuten, vor einer Ungarin und der deutschen Schwimmerin Ten-Elsen. Ihren Rekord hat sie bis zum Jahr 2004 gehalten.
Die Dominikanische Republik brachte eine 17 Pesos Briefmarke mit ihrem Bild raus!
Heute schwimmt sie immer noch täglich 2000 m, eine beachtliche Leistung. In ihrem Alter.
Auch ihr Sohn Thomas wurde Sportler und gewann 1984 als Handball- Nationalspieler in Los Angeles eine Silbermedaille für Deutschland.

Das Freibad Klein Röbern.

Über dieses Bad gibt es kaum Aufzeichnungen. Wie viele kleine Tümpel, Teiche und Bachläufe wurden wohl auch in den tiefliegenden Wiesen vom Pulvergrund in dem überschüssigen Hommelwasser gebadet. Der Silberbach aus dem Vogelsanger Wald und die Wilde Hommel von der Wesseler  kommend vereinigten sich bei Teichhof und fließen als Wilde Hommel zum Strauch- Mühlenteich. Kurz vor dem Mühlenteich wird das überschüssige Wasser nach rechts in den Pulvergrund abgeleitet. Um 1935 baute man hier ein großes Schwimmbecken, wie es noch heute besteht. Später wurde das übrige Gelände als Aufmarschplatz ausgebaut.

Um 1935 baute man hier ein großes Schwimmbecken, wie es noch heute besteht. Später wurde das übrige Gelände als Aufmarschplatz ausgebaut.

Fortsetzung folgt.