Home
Reise-Info-Elbing
Verkehrsplan
Preußens Urgeschichte
Geschichte
Ostergebräuche
Elbinger Totenbuch 1
Elbinger Totenbuch 2
Elbinger Totenbuch 3
aus Elbing
Elbing ab 1237
unser altes Elbing
Siegel,Wappen,Fahnen
Altstadt
Elbinger Stadtmodell 1
Elbinger Stadtmodell 2
meine Bücher
Elbinger Straßen A - F
Elbinger Straßen G - M
Elbinger Straßen N - Z
Vor 60 Jahren- 1945/ I
Der Kampf um Elbing
Vor 60 Jahren- 1945/ II
1945 - Einzelschicksale
Logen-Pestalozzistr.
Klassenfotos
Elbinger Stadttheater
Heinrich-von-Plauen-Schule
Bürger - Vereine
Rudervereine
Badeanstalten
Elbinger Gesangvereine
St. Georg.-Brüder.
Pott-Cowle-Stiftung
Harry Schultz
Werner Grunwald
Bogdan Kiebzak
Schichau
Elbinger Münzen I
Elbinger Münzen II
Elbinger Münzen III
Elbinger Notgeld
Elbinger Bier
Elbinger Schiffe
Elbinger Silber
Elbinger Zinn
"Freyen Bürgerhöfe"
Der Landkreis 1944
Pangritz - Kolonie
Adalbertkirchstr.
Pangritz- Club
Clubnachrichten
30 Jahre Pangritz-Club
Maibaum-Chronik
Maibaum - Treffen
Neue Generation
Maxi im Internet
Elbing 2003
Elbing 2004
Stadtspaziergang 2004
Elbing 2006 / I
Elbing 2006 / II
Elbing 2006 / III
Elbing 2006 / IV
Elbing 2006 / V
Elbing 2008 / I
Elbing 2008  / II
Elbing 2008 / III
Elbing 2008 / IV
Baumgarth
Fischer - Vorberg
Flugplatz Wansau
Flugplatz Eichwalde I
Flugplatz Eichwalde II
Flugplatz - Siedlung
Speicherinsel
Heimstättenpark
Mennoniten
Synagogen-Gemeinde
Elbinger Höhe
Rollberge
Cadinen
Kahlberg
Impressum
Linkliste
Gästebuch
Hans
Plauenschule


Schon im Mittelalter war der Drewenz-Fluß für die preußischen Stämme die einzige Verbindung aus dem Gebiet von Osterode zur Weichsel und zum Haff. Diese Wasserstraße nutzten auch die Ordensritter bei ihrer Eroberung aus, an dieser Wasserstrecke wurden mehrere Ordensburgen errichtet. Im 16. Jh. war in Elbing und Danzig ein großer Bedarf an Holz und ein findiger Danziger Kaufmann, Herr Negotian ließ auf eigene Kosten einen Kanal am Drewenz-See bauen und konnte so billig das Holz aus dem Oberland nach Danzig schleusen. Zwischen 1764 und 1767 wurde das Kanal-Netz der Masurischen Seen ausgebaut. Ende des 18. Jh. begann man mit dem Chausseebau und 1821 wurde die Kunststr. Berlin Königsberg begonnen. Die erste Bahn erhielt erst am 7. Dezember 1849 die Baugenehmigung. Doch alle diese Maßnahmen halfen nicht das Problem zu beseitigen, das Oberland von Elbing aus ausreichend mit Steinkohle, Salz, Gips und Eisen zu versorgen und umgekehrt von dort Holz, Getreide und Spiritus abzuholen. So besann man sich auf die Idee von 1788 durch die Senkung des Geserichsees und der mit ihm verbundenen weiteren Seen, eine schiffbare Verbindung mit Elbing, Thorn über Saalfeld- Dt.Eylau herzustellen. Dieser Plan wurde in veränderter Form 1835 wieder aufgegriffen und der Baumeister J.J. Steenke wurde mit dieser Aufgabe betraut. Das Problem war der zu bewältigende Höhenunterschied. Auf einer Fallstrecke von 9,6 Kilometer mußten104 Höhenmeter überwunden werde und dann die Finanzierung. Das erste Problem löste J.J. Steenke indem er den Kanal in Anlehnung an den Morriskanal in Amerika plante, der den Legigh über geneigte Ebenen mit New York verbindet. Der hohen Kosten wegen konnten war der König gegen dieses Projekt selbst unter Betrachtung der ökonomischen Vorteile für das Land. Erst der Hinweis Steenkes das diese Kanalanlage auf der Welt die einzigste dieser Art auf der ganzen Welt sein werde, überzeugten den König, das Projekt wurde genehmigt. Am 28. Oktober 1844 wurde der erste Spatenstich gemacht, am selben Tag 1860 wurde der Kanal dem Verkehr übergeben. Die Loren und der Kanal war für Schiffe bis 24 m. Länge, 2,5 – 3 m. Breite und bis 1 m. Tiefgang geeignet. Die Baukosten betrugen über 3 Millionen Mark, die zum größten Teil aus Staatsmitteln bestritten wurden.

Das Ausflugslokal "Drei Rosen" am Drausensee, die unteren beiden Bilder auf der Karte zeigen den Garten, zwischen dem Schiff und dem Haus oben rechts auf der Karte. Dieses Haus steht heute noch ist aber sehr runtergekommen. Das Ufer ist durch Versandung jetzt ca. 30 m vor dem Haus,dazwischen steht heute ein großer Schuppen für die Fischer.

Das frühere Lokal "Drei Rosen" ist nur noch in der rechten Haushälfte bewohnt.

Im Hintergrund das frühere Ausflugslokal "Drei Rosen" links von der Betonstraße war Anleger für die Schiffe. Auf der Straße mein Freund Lech aus Elbing, geboren in Reichenbach, mit meiner Spanielhündin Maxi.An der verwitterten Hausfront erkennt man noch die alte Aufschrift "Drei Rosen" sogar die kleinen alten Lampen hängen noch in den Bögen.
Dieses Fischerhaus steht heute auf dem versandeten Boden wo einst die Schiffe die Ausflügler aus Elbing anlandeten.Dieses Haus an der Zufahrt nach "Drei Rosen" hat der jetzige polnische Besitzer liebevoll nach seinen Vorstellungen renoviert, besser als wenn es eine Ruine wird.

Als in den Jahren 1844 bis 1860 der damalige Wasserbauinspektor Steenke aus Elbing den Bau des „Oberland-Kanals“ („Rollberge“ oder auch „Geneigte Ebene“) leitete, da ahnte er nicht, dass dieser Kanal durch seine Einzigartigkeit und durch die Schönheit des erschlossenen Provinzteils einmal ganz besondere Bedeutung für den Reiseverkehr in Ostpreußen gewinnen würde. Dieser Kanal sollte ursprünglich rein wirtschaftlichen Zwecken dienen. Er ist mit dem umgebenden Land weit darüber hinaus zu einem Brennpunkt des ostpreußischen Fremdenverkehrs geworden. Die fünf „Rollberge, - die im Kanal ankommende Schiffe werden einschließlich ihrer Fracht auf großen Wagengestellen über den Berg und jenseits wieder in den Kanal hinein gefahren, - sind einmalig in der Welt. Dazu kommen der Reiz der Landschaft, der Wälder und Seen. So vervollständigt die Schiffsreise über Berge das Bild eines besonderen Erlebnisses auf der Ostpreußenfahrt. Am schönsten aber ist diese Fahrt im Herbst!

Soweit der Artikel aus dem Prospekt "Ostpreußisches Oberland“ von 1938.

Auch die Mitglieder des Pangritz-Klubs aus Hamm mit ihrem 1. Vorsitzenden und meinem Freund Hans Preuß hatten zu ihrem Heimatbesuch eine Fahrt über die Rollberge geplant. Ich war mit meiner Frau Ilse, der Schwägerin Elfriede und der Spanielhündin Cita in Elbing auf dem Campingplatz. Ein Platz in herrlicher Lage direkt am Elbingfluß, sauber, preiswert und sicher. Dieser Campingplatz liegt am Fischer Vorberg, man ist in wenigen Minuten in der Altstadt. Hier gibt es auch günstige Zimmer für Touristen mit Fernsehen und Kochgelegenheit. Natürlich fuhren wir einschließlich Hund mit. Die Fahrt ging zunächst durch den Drausensee, ein geschütztes Vogelparadies mit vielen seltenen Vogelarten, und dann durch den Kanal zu ersten Rollberg „Kußfeld“ und nach diesem Erlebnis in den nächsten Kanal. Kanalfahrten sind eine Gelegenheit mal eben unten die Bar zu besichtigen und horchen ob noch genügend Wasser unter dem Kiel ist. Es war, aber auch Wasser aus Englisch-Brunnen mit Hopfen angereichert und weil unsere Frauen nicht mit runter wollten haben wir für die Damen gleich eins mitgetrunken. Als alte Ansichtskartensammler diskutierten wir die alten Ansichtskarten von den Rollbergen und kamen auch auf ein Motiv, auf dem zwei Männer ein Seil an den Rollwagen gebunden hatten und das Schiff den Berg hochziehen. Ein beliebtes Spiel in unserer Kindheit war Dittche (Groschen) auf die Schienen zu legen und von dem ca. 60 Tonnen schweren Gefährt platt bügeln zu lassen. Ja, sagten wir uns, warum sollten wir diese harmlosen Jugendsünden nicht wiederholen. Also nichts wie rauf zum Kapitän und dem unseren Wunsch vortragen. Der schaut uns fast leblos an, zuckt mit den Schultern und sagt: „nichts verstehen!“ Hilft nichts ich rede mit Händen und Füßen, nächste Antwort: „verboten!“. Die Ebene Hirschfeld wird überrollt und wir verziehen uns nach unten zum horchen ob das Schiff Grundberührung hat. Dann wird die Höhe Hirschfeld überrollt und ich starte den nächsten Versuch beim Kapitän, dieser schaut aber gelangweilt in die andere Richtung und nimmt uns gar nicht war. Also muss das Schiff auch die Höhe Schönfeld ohne unsere Hilfe überrollen. Wir gehen wieder nach unten wo uns der Matrose hinter der Bar schon fast mitleidig ansieht. Die vierte Höhe Canten haben wir mit unseren Fachgesprächen fast übersehen. So sagte ich, noch ein letzter Versuch und dann haben wir den letzten Berg geschafft. Ich geh wieder zum Steuerstand des Kapitäns, der sofort in die andere Richtung schaut, wir sind für ihn einfach Luft. Ich trau mich schon gar nicht mehr den Kapitän anzusprechen und kratz mir mit einem Geldschein hinter dem Ohr. Plötzlich höre ich eine freundliche Stimme neben mir „heute ist Ausnahme, wie viel Mann?“ Ja so ein Lorbass von Kapitän, plötzlich kann der Deutsch und überschlägt sich fast vor Freundlichkeit ohne mein Ohr aus den Augen zu lassen. Wortlos hebe ich drei Finger hoch, „in Ordnung und wie viel Taue“ ich halte zwei Finger hoch. „OK, wird sofort veranlasst, machen Sie sich mit Ihren Freunden zum Ausstieg bereit", und ehe ich mich versehe hat auch schon mein Geldschein den Besitzer gewechselt. Die letzte Anhöhe Buchwalde wird erreicht und wir verlassen in Begleitung eines Matrosen das Schiff. Als erstes bügeln wir nach alter Manier ein Paar Dittche und dann nehmen wir die vorbereiteten Taue auf, mein Freund Hans Preuß mit leuchtenden Augen rechts und ich links. Unser Kameramann schaut aus wie ein Christbaum, behangen mit vielen Fotoapparaten, er soll für viele die nicht runter dürfen Außenaufnahmen machen. Hans und ich ziehen und singen das Wolgalied. Meine Frau ist der Meinung ich hätte nicht richtig gezogen weil auf dem Foto das Seil durchhängt. Das war Arbeitsteilung, das kleine Schiff mit ca. 50 Pangritz-Kolonisten wurde von Hans und Hans immer abwechselnd gezogen. Zu Weihnachten habe ich dem Campingplatz-Betreiber und Chef in Elbing über die Schiffe der Rollberge ein Bild von unserem Schiffstransport für den Kapitän geschickt. Als ich im nächsten Sommer mit meinem Wohnwagengespann wieder in Elbing ankam, wurde ich vom Platzwart freudig mit einer Ansichtskarte begrüßt. Auf dieser Ansichtskarte sind Hans Preuß und ich zusehen, wie wir das Schiff über den letzten Rollberg nach Buchwalde Treideln.

Zwei arbeitende Kolonisten im UrlaubDie Kolonisten auf den Rollbergen, stehend in der Mitte, ich mit meiner Spanielhündin Cita.